Trachtenverein "Edelweiß" Gaimersheim e. V.
 

Josefstag am 19. März

Die Verehrung des Nährvaters Jesu begann im 15. Jahrhundert, 1621 wurde der 19. März zu gebotenen Feiertag. In der Barockzeit war Josef ein häufiger Vorname. Sprüche zum Lostag Josefi stehenmit dem Frühlingstermin in Zusammenhang, beispielsweise "Josefi klar gibt ein gutes Bienenjahr". Aus Josefslilien gewonnenes Öl sollte Hautkrankheiten heilen. Josefsringe galten als Talisman, Josef als himmlischer Heiratsvermittler, Mädchen und Burschen beschenkten scich an seinem Tag, junge Paare heirateten gerne zu diesem Termin. Mehrere österreiche Gemeinden feierten das Josefifest zum Frühlingsbeginn oder ein Seppentreffen der Namensträger. Mittwoch war der Josefstag.

(Quelle: Die schönsten Bräuche, Rituale & Traditionen von Helga Maria Wolf)

 

Der Josefstag (auch Joseftag, oder Josefitag) ist im Kirchenjahr der römisch-katholischen Kirche, das Hochfest des hl. Josef am 19. März. In Bayern wird der Tag Josefi, in der Schweiz auch Seppitag, in Österreich (selten) auch Josephinentag genannt.

Die besondere Verehrung des heiligen Josef, des Bräutigams der Gottesmutter, entwickelte sich im Mittelalter. Der 19. März als Datum findet sich zuerst im 12. Jahrhundert. 1870 erklärte Papst Pius IX. den hl. Josef zum Schutzpatron der ganzen Kirche.


(Foto: Brigitte Sebald)


Der hl. Josef ist nach seinem aus der Bibel überlieferten Beruf als Zimmermann auch der Patron der Arbeiter, insbesondere der Handwerker, hier wiederum der Zimmerleute und Schreiner. Außerdem gilt er auch als Schutzpatron der jungfräulichen Menschen und der Ehe. Als Reaktion der katholischen Kirche auf die Arbeiterbewegung wird am 1. Mai das Fest des hl. Josefs des Arbeiters begangen, mit dem der hl. Josef geehrt, aber auch die Würde der menschlichen Arbeit verdeutlicht werden soll.


Gesetzlicher Feiertag

Der Josefstag ist gesetzlicher Feiertag in bestimmten überwiegend katholisch bevölkerten Kantonen der Schweiz, in einzelnen Gemeinden und im gesamten Fürstentum Liechtenstein sowie in Kolumbien. In Spanien ist der Josefstag in den autonomen Gemeinschaften Murcia und Valencia gesetzlicher Feiertag. In einigen österreichischen Bundesländern wie Tirol, Vorarlberg, Kärnten und Steiermark ist zwar schulfrei, viele Landesämter sind geschlossen, es ist aber kein genereller Feiertag.

In Bayern wurde der Josefstag als gesetzlicher Feiertag 1969 abgeschafft, ist aber dort in der ländlichen Bevölkerung noch gut in Erinnerung. Der Verein Königlich-Bayerische-Josefspartei setzt sich für die gesetzliche Wiedereinführung des Feiertags ein.


Wetterregeln

 Für diesen Tag sind Bauernregeln überliefert:

„Ein schöner Josefstag ein gutes Jahr verheißen mag.“

„Ist’s am Josephstag klar, folgt ein fruchtbar’ Jahr!"

„Wenn’s erst einmal Josefi ist, so endet auch der Winter gewiss.“

 (Quelle: Wikipedia)

 

Woher kommt der Name März?

Der März hat seinen Namen nach dem röischen Gott Mars, dem Gott des Krieges und des Wetters. Und tatsächlich kann man spüren, wie im Monat März der Frühling und der Winter miteinander kämpfen.



Der Palmsonntag

Schon früh haben sich verschiedene Bräuche rund um den Palmsonntag entwickelt.

Seit dem 8. Jahrhundert  wurden die Ereignisse des Palmsonntags in Palmprozessionen nachgestellt. Pfarrer Max-Josef Schweiger führte in seinen Anfangsjahren in Gaimersheim ein, dass ein echter Esel bei der Palmsonntags-Prozession mitgeführt wird. Die Jesus-Figur darf ein Kind verkörpern. In anderen Gemeinden wird oftmals eine lebensgroße Christusfigur auf einem ebenfalls lebendigen oder auch hölzernen Esel, dem sogenannte Palmesel, mitgeführt.

Auch in Gaimersheim wird der katholische Brauch der Palmbüschlweihe gepflegt. Die Segnung der mitgebrachten Büschl wird vor der Prozession an der Kapelle "Maria Unbefleckte Empfängnis" vollzogen. Echte Palmzweige sind in unserer Gegend sehr schwer bzw. gar nicht zu bekommen. Daher werden Palmbüschl aus Buchsbaum, Palmkätzchen und beispielsweise Thuja gebunden. Diese werden auch mit einem Kreuz oder verzierten Eiern ausgeschmückt.

(verschiedene Arten von Palmbüschl von Walburga Bauer und Maria Zientek)


Nach der Messe werden die geweihten Zweige mit nach Hause genommen. Bevor sie zum Schutz vor Unheil und Krankheit hinter ein Kreuz gesteckt werden dürfen, so besagt es der Brauch, müssen zuerst die Zweige aus dem letzten Jahr verbrannt werden.

In anderen Regionen, nicht in Gaimersheim, werden am Palmsonntag statt normaler Zweige kunstvoll gebundene und bunt geschmückte Palmbuschen (auch Palmbesen, Palmstock, Palmstange) zur Palmweihe gebracht. Der traditionelle Palmbuschen besteht aus sieben verschiedenen Pflanzenzweigen: Palmkätzchen, Buchsbaum, Wacholder, Stechpalme, Eibe, Zeder, Sadebaum. Je nach Region werden sie als kleine Handsträuße oder an lange Stangen gebunden. Die Zweige werden mit bunten Bändern, gefärbten Eiern oder Fastenbrezeln geschmückt.

In der Gaimersheimer evangelischen Kirchengemeinde ist der Brauch der Palmsonntagsprozession und der Palmweihe nicht üblich.