Trachtenverein "Edelweiß" Gaimersheim e. V.
 

Schäffler

(Die Großmehringer Schäffler in Gaimersheim)

Nur alle sieben Jahre tanzen die Schäffler, und heuer ist es wieder so weit. Der Schäfflertanz ist kein Faschingsspektakel, sondern ein seit vermutlich dreihundert Jahren existierender Tanzbrauch der Schäfflergesellen. Der Überlieferung nach entstand er aber schon im Jahr 1517, in dem die Pest in München wütete.

Die Überlieferung

"Alles schwebte in furchtbarer Todesangst", wie es in der Chronik der Münchener Schäffler heißt, "außer den Totengräbern und Pesträucherern wurde niemand auf der Straße gesehen; die Landleute getrauten sich nicht in die Stadt und es trat großer Mangel an Lebensmitteln ein. (...) Da geriet ein einsichtsvoller Bürger auf den Gedanken, ein entgegengesetztes Mittel zu gebrauchen und die Leute, statt mit ihnen zu jammern und zu wehklagen, durch ein lustiges Schauspiel aufzuheitern. Dieser wackere Bürger gehörte zu der Zunft der Schäffler. Während die von der Pest Verschonten bleich und abgemagert noch immer in verschlossenen Stuben saßen, erscholl eines Tages auf einmal fröhliche Musik in den Straßen. Alles eilte an die schon lange nicht mehr geöffneten Fenster und siehe da, die Schäffler zogen in aufgeputzten Scharen nach dem Marktplatze, wo sie mit grünbelaubten Reifen einen Rundtanz aufführten. Alles strömte aus den halb ausgestorbenen Häusern dem Zuge nach und lachten herzlich. Viele waren gestorben, manche aber, von denen der eine den anderen längst tot glaubte, trafen sich. Bald wurde es wieder lebhaft in den Straßen, die Glocken ertönten zu Dankgebeten. Alles kehrte zu Ordnung und zur Arbeit mit erstarktem Mute zurück. Da hiermit die Schäffler ihren Zweck erfüllt hatten, durchzogen sie nach dem Tanze in feierlichem Zuge unter Klängen feierlicher Musik sämtliche Straßen der ganzen Stadt."

(Quelle: Altbayerischer Festtags- und Brauchtums-Kalender 2019)

Ursprünge:

Erstmals nachgewiesen ist der Münchner Schäfflertanz für das Jahr 1702. Die Legende, die ihn mit der Pest in Verbindung bringt, dürfte erst im 19. Jh. entstanden sein. So wird bezweifelt, dass es 1517 in München überhaupt eine Pestepidemie gab, da die Sterberegister für dieses Jahr keine auffälligen Todesraten aufweisen.

Der ursprüngliche Aufführungsturnus ist unklar. Seit 1760 wird das Schauspiel alle sieben Jahre zur Faschingszeit aufgeführt. Warum alle sieben Jahre, ist nicht sicher geklärt; Vermutungen zielen auf ein verstärktes Auftreten der Pest alle sieben Jahre hin, die man durch den Tanz eindämmen wollte, auf die Sieben als Glückszahl oder auf Herzog Wilhelm IV., der den Schäfflern das Recht gab, alle sieben Jahre ihren Tanz aufzuführen. Danach hätte die herzogliche Anordnung ein Überhandnehmen der Feste verhindern sollen, zumal auch viele andere Zünfte ihre traditionellen Feste hatten.


Ausbreitung im 19. Jh.

Durch wandernde Schäfflergesellen gelangte der Schäfflertanz ab etwa 1830 auch in andere Orte im altbayerischen Raum. Vielerorts nahmen die zu dieser Zeit aufgekommenen Turnvereine die Münchner Tradition auf und führen den Schäfflertanz seitdem in einem siebenjährlichen Turnus auf.

Zu diesen Orten zählen im Gebiet des Donaugau-Trachtenverbandes auch Eichstätt (um drei Jahre versetzt), Eschelbach/Ilm (Wolnzach), Geisenfeld, Großmehring, Ingolstadt, Kelheim, Mainburg und Pfaffenhofen an Ilm

(Quelle der Ursprünge und Ausbreitung: Wikipedia)


Woher kommt der Name Januar?

Der Januar ist der erste Monat im Jahr. Er ist nach dem römischen Gott Janus benannt. Janus war der Beschützer der Stadttore und der Gott des Ausgangs und des Eingangs. Mit seinen zwei Gesichtern kann er gleichzeitig nach hinten und nach vorne blicken, also in die Vergangenheit und in die Zukunft. Er steht an der Schwelle (lat. ianua) zu einem neuen Jahr.Alte deutsche Namen für  den Januar sind Wintermonat, Schneemonat, Eismonat oder "Tür des Jahres". Jänner heißt er immer noch in Österreich. Hartung wurde er auch genannt, weil er der "härteste" Monat des Jahres ist. Mit viel Eis und Schnee ist er oft der kälteste Monat, deshalb sind seine Zeichen auch der Schneemann, das Eiskristall und die Schneeflocke.


Heilige Drei Könige - heißt auch Epiphanias

Am Tag der Heiligen Drei Könige feiern Christen den Besuch der Heiligen drei Könige beim Jesuskind. Die drei weisen Männer aus dem Morgenland hießen Kasper, Melchior und Balthasar. Die Bibel erzählt, dass einige kluge Männer kurz nach der Geburt des Jesuskindes einen neuen, hellen Stern entdeckten. Sie vermuteten, dass darunter ein neuer König geboren sein müsse. Sie folgten dem Stern und fanden so in einem Stall in Bethlehem Maria mit ihrem Baby. Laut Überlieferung erkannten die Sterndeuter Jesus in dem Kind und beschenkten das Baby mit Gold, Weihrauch und Myrrhe. In älteren Übersetzungen der Bibel ist nicht von Sterndeutern, sondern von Königen die Rede. Daher spricht man auch heute noch von den „Heiligen drei Königen“ Kaspar, Melchior und Balthasar.Im Andenken an die drei Männer ziehen am 6. Januar in vielen Orten Kinder, Jugendliche und manchmal auch Erwachsene als Sternsinger durch die Gemeinden. In jeder Gruppe gibt es einen Kaspar, einen Melchior und einen Balthasar. Sie klingeln an den Türen, segnen die Häuser und sammeln Spenden. Der 6. Januar wird auch Dreikönigstag oder Epiphanias genannt. Letzteres bedeutet "Erscheinung des Herrn“. Damit ist gemeint, dass der Welt an diesem Tag durch die Sterndeuter offenbart wurde, dass Jesus der Sohn Gottes ist.